Sehr geehrte Frau Dr. Weigl! Vielen Dank für diese übersichtliche Zusammenstellung! Ich persönlich finde die jetzige Situation neuer und alter Titel, die nebeneinander verwendet werden, durchaus verwirrend. Besonders sticht mir hier der PhD ins Auge: Dieser wurde ja aus dem angelsächsischen Raum übernommen, wo er zwar (so er denn überhaupt angegeben wird) hinter dem Namen geführt wird, in der Anrede aber sehr wohl verwendet wird. (Für John Doe, PhD also “Dear Dr. Doe”.) Diese Tradition wurde bei der Einführung der Bologna-Titel anscheinend übersehen. Ich persönlich würde den PhD im Briefkopf hinter den Namen setzen, in der direkten Anrede aus Höflichkeit aber nach wie vor “Herr/Frau Dr. XY” schreiben. Als Kommentar (u.a. an Herrn Prof. Schulz aus Graz): Das mag man zurecht altmodische Österreichische Titelreiterei nennen, aber viele in Österreich haben nun mal das Bedürfnis, mit ihren akademischen Graden angesprochen zu werden. Egal ob man das nun gutheißt oder nicht, diesem Wunsch in der Anrede entgegenzukommen verbessert sicherlich das Klima der nachfolgenden Kommunikation.

Und da der PhD ein Doktorgrad ist, der noch dazu “Doctor” im Namen hat, sollten meiner Ansicht nach hierbei dieselben Höflichkeitsregeln gelten. Sobald man sich näher kennt hat sich das das Problem mit der Anrede ja sowieso erledigt. Mit freundlichen Grüßen, Johannes Grießner Unter “Titel” versteht man verliehene Grade wie “Dr.” oder “Professor”. Da der “Dr.” Namensbestandteil ist, muss er in der Anrede immer aufgeführt werden. Die Nennung eines Hochschulabschlusses bei der Briefanrede ist nicht üblich (auch wenn der Adressat sehr stolz auf seinen Abschluss sein sollte und diesen – überflüssigerweise – in seinem Absender aufführt). Etwas anderes ist die Amtsbezeichnung, die man in der Briefanrede verwenden kann. So z.B. “Sehr geehrter Herr Bürgermeister” oder (wenn er Maier heißt) “Sehr geehrter Herr Maier”..

Sprachlich weniger elegant wäre “Sehr geehrter Herr Bürgermeister Maier”. Die nachgestellte Bezeichnung des Hochschulabschlusses stammt aus dem anglikanischen, z.B. Frank Smith, Ph.D. (für einen geisteswissenschaftlichen Doktorabschluss). Aber auch da taucht er nicht in der Briefanrede auf (die ja oft auch nur aus “Dear Sir” besteht). Bei geschlechtsneutralen Berufsbezeichnungen ist in Ausschreibungen der Zusatz „m / w“ anzuführen, um die Ansprache beider Geschlechter zu unterstreichen. Die alten Diplom-, Magister- und Doktorgrade werden weiterhin vor den Namen gesetzt. Nach dem Kürzel folgt ein Punkt.

Nur nach DI für “Diplomingenieur” folgt kein Punkt. Beispiele: DI Sabine Fritz Dipl.-Ing. Sabine Fritz Mag. Sabine Fritz Dr. Sabine Fritz Die alten Grade können auch gegendert werden (>> Wie gendert man akademische Grade?). Hat jemand mehrere Grade erworben, führt man alle Grade an, und zwar in aufsteigender Reihenfolge. Wenn also Sabine Fritz ein Magisterium und ein Doktorat gemacht hat, lautet die korrekte Schreibweise Mag. Dr.

Sabine Fritz. Am Kuvert oder im Briefkopf setzt man den oder die Grade immer in die zweite Zeile. Beispiele: Ausnahme: Im Web kann im Sinne der besseren Lesbarkeit die zwischengestellte (0) weggelassen werden. Ein guter Text ist logisch aufgebaut. Er holt die Leserinnen und Leser mit der Headline ab und führt sie Schritt für Schritt durch das Thema. Je komplexer ein Thema ist, umso kleiner müssen die Schritte sein und umso klarer muss der Text geschrieben sein. Die Bezeichnung wird hinter dem Namen geschrieben, beispielsweise Erika Mustermann, B.A. (ohne Leerschritt zwischen B.

und A.!), oder in Worten nachgestellt: Erika Mustermann, Bachelor of Arts. Zu den wichtigsten Namenszusätzen zu Personennamen gehören die Titel aller Art, die akademischen Grade und die Beinamen. Im Englischen werden die Zusätze sowie die Abkürzungen immer großgeschrieben, in den USA meistens auch mit einem Punkt am Ende.